Häufige Fragen

Ich habe immer wieder heftige Bauchschmerzen, die nach ein bis zwei Tagen verschwinden und dann in Wochenabständen wieder kommen. Soll ich mich von einem Arzt untersuchen lassen?

Ja. Durch ein Gespräch und sinnvolle weitere Untersuchungen kann die Ursache der Schmerzen meist gefunden und spezifisch behandelt werden. Sollte die Ursache nicht gefunden werden, können die Symptome gelindert oder sogar behoben werden.

Ich habe gehört, dass eine Darmspiegelung sehr schmerzhaft sein kann. Was kann man gegen diese Schmerzen tun?

Durch die heutigen modernen Geräte und mit den uns heute zur Verfügung stehenden Medikamenten ist die Darmspiegelung in den allermeisten Fällen praktisch schmerzfrei. Sie können schlafen während der Untersuchung. Wenn Sie lieber wach oder halbwach sind, können wir durch das Gespräch während der Untersuchung jederzeit auf Ihre Wünsche eingehen und entsprechend reagieren. Ein Vorgespräch kann Ihnen unbegründete Ängste nehmen. Die gute Vorbereitung nach unserem Moviprepschema hilft, dass die Untersuchung unter bester Sicht, zügig und dadurch schonend durchgeführt werden kann.

Ich habe häufig unangenehme Blähungen und kann mir nicht erklären, woher diese kommen. Was kann man dagegen tun?

Nach einem Gespräch können Ernährungsgewohnheiten geändert, weitere Untersuchungen durchgeführt oder schon gezielte Behandlungen durchgeführt werden. Wenn keine Ursache gefunden wird, besprechen wir die Möglichkeiten der besten Symptombehandlung und führen diese Schrittweise durch.

Sollte man Hämorrhoiden in jedem Fall behandeln?

Nein, nur wenn diese für Sie störend sind. Sinnvoll bei Symptomen ist aber eine Untersuchung und Besprechung, um allfällige spätere Komplikationen zu vermeiden.

Was kann man gegen Sodbrennen tun? Und woher kommt es?

Meist besteht ein Zusammenhang mit einer Magenübersäuerung, einer verzögerten Magenentleerung und oft mit einem Zwerchfellbruch. Ein Zusammenhang mit gewissen Nahrungsmitteln kann bestehen. Meist muss für eine Weile die Magensäurebildung unterbrochen und der Magen zur Entleerung angeregt werden. Bei nächtlichen Beschwerden ist es sinnvoll das Bett an der Kopfseite zu erhöhen. Dabei ist der ganze Bettrost oder das ganze Bett zu erhöhen, damit im Bereich des Kopfes kein Knick entsteht. Bei Übergewicht hilft oft Abnehmen, weil so der Bauchdruck gesenkt wird.

Obwohl ich viele Früchte und Gemüse esse, leide ich immer wieder unter Verstopfung. Was kann ich dagegen tun?

Oft ist Verstopfung auch bei gesunder, faserreiche Ernährung und genügend Bewegung ein Problem. Hier können Zusatzfaserstoffe helfen. Siehe Merkblatt Faserstoffe (pdf)

Kann Verstopfung ein Grund dafür sein, dass ich trotz wenig essen immer noch zunehme?

Nein. Gewichtszunahme ist das Resultat von einem Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr (Nahrung) und Energieverbrauch (körperlicher Aktivität). Eine verminderte körperliche Aktivität führt nicht selten auch zu Verstopfung.

Ich habe Angst vor einer Magenspiegelung, weil ich sehr schnell einen Brechreiz bekomme und das Gefühl habe, ich müsse ersticken. Wie können Sie mir helfen?

Bevor Sie untersucht werden, können Sie mit unseren Pflegefachpersonen und dem behandelnden Arzt über ihre Ängste und Bedenken sprechen. Sie werden kompetent und einfühlsam durch die Untersuchung geführt. Mit unseren Medikamenten können Sie während der Magenspiegelung beruhigt schlafen. Ihre Atemwege bleiben frei. Sie spüren auch keinen Würgereiz. Während der ganzen Untersuchung werden Sie vom behandelnden Arzt und einer Pflegefachperson betreut. Diese überwacht Ihren Herzschlag und die Sauerstoffsättigung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Sie uns mitteilen, wenn Sie unter Asthma oder einer bronchialen Erkältung leiden.

Ab welchem Alter sollte man sich regelmässig auf Magen- und/oder Darmkrebs untersuchen lassen?

Magenkrebsuntersuchungen sind nur angezeigt bei Symptomen wie unerklärlichem Gewichtsverlust, schwarzem Stuhl, anhaltenden Bauchschmerzen, oder wenn im ersten Grad verwandte Personen von Magenkrebs betroffen sind.

Die Darmkrebsvorsorge sollte im Alter von 50 Jahren mit Koloskopien ca. alle 7-10 Jahre durchgeführt werden, auch wenn Sie keine Symptome haben und Ihre Verdauung perfekt funktioniert. Falls Verwandte von Ihnen Darmkrebs in jüngerem Alter hatten, können frühere Untersuchungen sinnvoll sein.
Sehr hilfreiche und fundierte Informationen erhalten Sie bei der Krebsliga Schweiz.
nach oben